Seelsorge

Gelungene Seelsorge macht Mut zum Leben!
Der späte Herbst und der frühe Winter sind die Jahreszeiten mit den kürzesten Tagen in Mitteleuropa. Vielen Menschen macht diese Jahreszeit zu schaffen. Sie verfallen in Depressionen und mehr Menschen als zu anderen Jahreszeiten wählen den Schritt in den Freitod. Diese Jahreszeit erfordert eine besondere Sensibilität von den Seelsorgern. Sie erfordert Kreativität und vor allem eine Rückbindung an Gott oder eine göttliche Macht, die dem Leben einen tieferen Sinn gibt. Nicht umsonst nennt die Kirche ihre Priester Seelsorger. Priester sind sich der Tiefe des Lebens bewusst. Sie schöpfen ihre Kraft und ihr Wissen aus dem Glauben an einen Gott der Liebe. Diese Liebe, die alle Menschen bedingungslos annimmt, verhindert die bodenlose Verzweiflung, die Menschen in den Selbstmord treiben kann.

Seelsorge endet nicht hinter Kirchenmauern!
Jeder Mensch, der um den tieferen Sinn des Lebens weiß, kann aus einer unendlichen Quelle der Lebensfreude schöpfen und versuchen, diese behutsam und einfühlsam an bekümmerte Mitmenschen weiterzugeben. Echte Seelsorge wartet nicht, bis der Verzweifelte oder Bedrückte über seinen Schatten springt und um Hilfe bittet. Der Schatten ist dann meist so groß, dass der Sprung nicht selten im Nichts endet. Echte Seelsorger erspüren die Trauer und gehen den ersten Schritt.